Norwegentour 2008
 
 
Norwegen- Motorradtour
 

Hallo Bikerfreunde,

Abfahrt war am Pfingstmontag, 12.Mai gegen 10:00, Tankstelle Blankenfelde.

Unsere Reiseroute verlief über die Berliner Stadtautobahn, an Hamburg vorbei, nach Flensburg mit der ersten Übernachtung.

Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, ging es weiter bis nach Hirtshals.

Mit der Schnellfähre schipperten wir in nur 3 Stunden nach Kristiansand. Bei gutem Wetter sind wir in Norwegens Süden gelandet, die Tour ging direkt nach Norden, immer der Fernstraße 9 folgend, weiter durch Sordal, Valle, auf der E134 bis Skarde, dann auf der 13 über Odda am Sorfjorden entlang. In Kinsarvik setzten wir mit der Fähre über nach Granvik und weiter in Richtung Voss.

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Man konnte so langsam spüren, dass es in die Höhe ging, so sanken die Temperaturen doch ein wenig und auch das Wetter wurde wechselhafter. Eine Hütte zur Übernachtung wurde nun nur noch mit Heizung gesucht und bezogen.

Bei einem recht skeptischen Blick gen Himmel am folgenden Morgen, der gar nichts Gutes verheißen sollte, starteten wir jedoch mutig zur nächsten Etappe, vertrauend auf die guten Stiefel, Handschuhe und die restlichen Bikersachen mit Gore-tex Ausstattung, vor allem aber auf unsere neuen Reifen.

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Es kam zur ersten echten Herausforderung, die Strecke führte uns über Hola, Malset, Vik mit netten Kurven und Spitzkehren, nach Vangsnes. Aus irgend einem Grund hatten wir etwas Ärger mit Petrus, der es offensichtlich nicht gut meinte. Reichlich Regen und die Temperaturen so um die 4°C ,schlechte Sicht im Gebirge und die ersten entzückenden Schneeflöckchen konnten uns den Spaß aber nur gering vermiesen. Nach einigen Kilometern, so um die 350 an diesem Tag,  war eine warme Dusche für uns eine wahre Wohltat.
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Am nächsten Morgen wurden wir, gerade beim Gepäck an unsere Bikes bastelnd, mit drei Kanonenböllern endgültig wach ``gerüttelt´´. Es war Nationalfeiertag in Norwegen. Weiter ging es mit der Fähre nach Dragsvik , über Hella nun auf der 55 durch Leikanger und nach Sogndal. Das Wetter wurde langsam besser und die Temperaturen stiegen wieder auf moderates Niveau. 

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So konnten wir unser nächstes High light in Angriff nehmen, von Sogndal nach Lom durch das Sognefjell . Mit seinen Haarnadelkurven, Spitzkehren und nun gutem Wetter war es ein Genuss, an bis zu 8 Metern hohen Schneewänden entlang zu pöttern und so gut wie niemanden zu treffen. Gerade mal ein Wohnmobil und ein paar einsame Wanderer konnten wir sehen. Eine herrliche Panoramasicht in das Tal und auf die schneebedeckten Berge war es wert,

all die bisherigen Strapazen auf uns genommen zu haben.

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Es war ein wunderbares und einprägendes Erlebnis.

Unsere Reise ging weiter nach Grotli, unser Ziel waren Geiranger und die Trolligsten, sowie die Adlerstrasse. Dieser Traum war leider sehr schnell ausgeträumt, weil die Straßen in diese Richtung unpassierbar und gesperrt waren. Mehrere Meter Schnee und offensichtliche Lawinenabgänge waren einfach von uns Bikern nicht zu bezwingen. Wir konnten nur vereinzelte Zipfel der Leitplanken und Verkehrsschilder erkennen.

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Temperatur lag nun wieder bei -4° C und so hielten wir uns nicht lange auf um zu trauern, sondern huschten durch die folgenden Tunnel in Richtung Stryn. Von dort ging es schön kurvig weiter nach Hellesylt. So konnten wir den Geirangerfjorden von der Westseite aus doch noch betrachten, nun bei herrlichem Sonnenschein und 18°C. Der 60 weiter folgend fuhren wir mit der Fähre von Stranda über den Norddalsfjorden nach Liabyoda.

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Die 650 führte uns dann nach Sjoholt, auf der Europastrasse E 39 weiter nach Andalsnes.

Ein weiteres Mal schipperten wir mit einer Fähre über den Langfjorden in Richtung Molde, weiter auf der 64 nach Vevang, um die Atlantikstraße zu befahren. Es war schön, endlich am Meer angekommen zu sein und eine wunderschöne Aussicht zu genießen.

Man sollte der Werbung nicht immer vertrauen, es gibt spektakulärere Brückenrouten in Norwegen.

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Die Atlantikstraße hinter uns lassend, fuhren wir weiter nach Kristiansund und wieder mit den Fähren über Tustna nach Smöla, wo wir dann auch etwas geschafft am letzten Zipfel der Insel in Veidholmen endlich  unser Ziel erreichten.

Unsere Motorräder hatten nun auch eine Erholungspause nötig. Intensive Kettenpflege und alle beweglichen Teile an den Bikes mit

Öl und Fett versehen, damit der Moch und das restliche Streusalz von den Straßen keine Chance bekommt.

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Nach einer kleinen Erholungspause begann nun der zweite Teil unserer Reise…, siehe unter Angelreise Norwegen.

Die Rückreise verlief recht unspektakulär über die altbekannten Routen bis nach Ringebu, wo wir eine Pause einlegten. Einziger Wermutstropfen war der Dauerregen bis kurz vor Oslo. Wir konnten sehr viele Erfahrungen sammeln über Regenbekleidung und deren Dichtheit. Plastiktüten waren ein gefragter Hit und vor allem dicht. Auf der komfortablen Fähre von Oslo nach Kiel  konnten wir in den Stunden der Überfahrt unsere Sachen alle wieder fein trocknen. Am Sonntagnachmittag kamen dann alle wohl erholt zu Hause an und können nun über viele Erlebnisse berichten.

Bis zum nächsten Bericht, euer

Swordfishteam

Stefan & Reiner

Norwegenreise mit dem Motorrad

vom 12.-25.Mai 2008

Bericht:

Reiner Förster

(Reiseguide, Tourenplanung, Organisation)

Bei Fragen bitte an info@swordfish-berlin.de wenden.